Das Reclam-Haus in der Marbachstraße im Tagesgeschehen

Folgender Bericht war in der Leipziger Volkszeitung zu lesen:

Barocker Eckturm als Blickfang im Rosental
Auf dem Reclamhaus in Gohlis wurde gestern per Kran ein achteinhalb Meter hoher Eckturm aufgesetzt

Reclam-Haus in Gohlis wird denkmalgerecht "aufpoliert"

Das Geburtshaus von Hubertus Konrad Reclam, Nachkomme der berühmten Leipziger Verlegerfamilie, bekommt eine Verjüngungskur: Derzeit noch ziemlich abgewirtschaftet, wird das Gebäude in der Gohliser Marbachstraße 2 / Ecke Platnerstraße mit Kutscherhaus im Innenhof nach den Auflagen des Denkmalschutzes gründlich saniert.
Gestern setzten Mitarbeiter der Firma Maximum aus Hayna / Radefeld den barocken Eckturm auf. Er ist mehr als acht Meter hoch, mißt vier Meter im Durchmesser und wiegt runde drei Tonnen. Per Kran "landete" er millimetergenau oberhalb des Erkers. In den nächsten Tagen wird der Turm eingerüstet, damit sein Dach mit Schiefer gedeckt werden kann. Nach seiner Fertigstellung wird der Turm für alle, die aus Richtung Stadtzentrum kommend das Rosental verlassen, ein Blickfang sein.




Mein spezieller Dank gilt der Firma Basan-Zimmerei, die den Turm in Auftragsarbeit fertigte.




Auch auf dem Titelblatt der Zeitschrift "Bauen Wohnen Freizeit" (Ausgabe März/April 2001) ist der Eckturm zu sehen.





Die Bildzeitung Leizig widmete am 23.08.2001 dem Reclamhaus einen Artikel:

Leipzigs Gründerzeithäuser, Schatzkammern der Architektur. Das erfuhr jetzt auch Hubertus Conrad-Reclam (62), der bei Renovierungsarbeiten seines Hauses in der Marbachstraße in Gohlis auf ein Kleinod stieß.

Der Ururenkel des Leipziger Verleger-Genies Anton Phillipp Reclam (1807-1896, Erfinder des Taschenbuches): "Unter einer Sperrholzdecke aus DDR-Zeiten entdeckten Bauarbeiter die Reste einer farbigen Stuckdecke."
Ein Kunstwerk! Der Bauherr: "Vor 100 Jahren ließ mein Urgroßvater Hans Heinrich (1840-1920), Königlich Sächsischer Kommerzienrat und Sohn von Anton Phillipp, diese Decke des Eckzimmers mit Stuck ausstatten.Dabei wurde eine damals neue Erfindung integriert: elektrische Glühlampen. Eigens dazu wurde im Kutscherhaus ein Gleichstromaggregat aufgestellt."

In liebevoller Kleinarbeit gelang es der Leipziger Stuckateurin Ina Teichmann den noch vorhandenen Stuck zu ergänzen. Reclam: "Selbstverständlich funktionieren auch die Lampen wieder. Ich bin mal gespannt, was der Denkmalschutz sagt, die wissen nämlich noch gar nichts davon."



Es gibt sogar eine "Bimmel" auf den Namen meines Ururgroßvaters.

Dafür danke ich der Stadt, das war sehr nett von Euch!